Ein altes Gemälde richtig einzuordnen, ist eine kleine Detektivarbeit. Signatur, Technik und Rückseite liefern die entscheidenden Hinweise. So gehen Sie vor.
Signatur und Zuschreibung
Suchen Sie nach Signatur, Datierung, Widmung oder Etiketten – auch auf der Rückseite. Fehlt die Signatur, spricht man von einer Zuschreibung; sie will gut begründet sein.
Maltechnik und Bildträger
Öl auf Leinwand, auf Holztafel oder Kupfer war je nach Zeit unterschiedlich üblich. Feine Alterungsrisse (Craquelé) und ein handgefertigter Keilrahmen deuten auf Alter.
Original oder Druck?
Unter der Lupe verrät sich ein Druck durch ein Rasterpunktmuster; ein Original zeigt echte Pinselstruktur und Farbaufträge (Pastositdät). Auch die Rückseite (Leinwandstruktur, Nachdunkelung) hilft.
Der Rahmen
Alte, handgefertigte Rahmen sind eigenständige Objekte und können den Wert steigern – sie sind aber nicht immer der Originalrahmen des Bildes.
Was bestimmt den Wert?
Künstler bzw. Zuschreibung, Motiv, Qualität, Zustand, Größe und Herkunft. Eine ehrliche Beschreibung von Technik und Zustand ist entscheidend.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich ein Ölgemälde von einem Druck?
Am Pinselauftrag und fehlenden Rasterpunkten – unter der Lupe gut sichtbar.
Was ist Craquelé?
Das feine Rissnetz gealterter Farbschichten, ein Hinweis auf Alter.
Muss ein Gemälde signiert sein?
Nein – viele alte Bilder sind unsigniert und werden über Stil und Technik eingeordnet.
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