Der Empire-Stil ist repräsentativ, streng und antikisierend – die Möbelsprache der Napoleon-Zeit. So erkennen Sie ein echtes Empire-Stück.
Was ist Empire?
Der Empire-Stil prägte die Zeit um 1800 bis 1815 (in Auswirkungen bis etwa 1830). Er orientierte sich an den Vorbildern der Antike – Rom, Griechenland und Ägypten – und diente der Selbstdarstellung des Kaiserreichs.
Typische Merkmale
- Strenge Symmetrie: klare, monumentale und ruhige Formen.
- Mahagoni: dunkles, edles Holz mit großen, ruhigen Furnierflächen.
- Vergoldete Bronzen: feuervergoldete Beschläge (Ormolu) als Schmuck.
- Antike Motive: Säulen, Sphìnx, Löwen, Adler, Schwan und Bienen.
- Säbelbeine: geschwungene Beine bei Stühlen und Sofas.
Empire oder Biedermeier?
Beide Epochen überschneiden sich zeitlich, sind aber Gegenpole: Empire ist höfisch, dunkel und mit Bronzen geschmückt, Biedermeier bürgerlich, hell und schlicht.
Original oder Nachbildung?
- Bronzen: echte feuervergoldete Beschläge sind fein ziseliert.
- Furnier: massiver Korpus mit echtem Mahagoni-Sägefurnier.
- Patina: gewachsene Oberfläche und originale Beschläge.
Was ist Empire wert?
Feine Originale mit hochwertigen Bronzen erzielen deutliche Preise; Zustand, Qualität der Beschläge, Holz und Herkunft entscheiden.
Häufige Fragen
Wann war die Empire-Zeit?
Etwa 1800 bis 1815, mit Auswirkungen bis um 1830.
Welches Holz ist typisch?
Vor allem Mahagoni, oft mit vergoldeten Bronzebeschlägen.
Wie unterscheide ich Empire von Biedermeier?
Empire ist höfisch, dunkel und reich beschlagen, Biedermeier hell, schlicht und bürgerlich.
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