Der Louis-XVI-Stil steht für die Rückkehr zur klaren Form: gerade Linien statt Rokoko-Schwung. So erkennen Sie den frühen Klassizismus.
Was ist der Louis-XVI-Stil?
Etwa von 1760 bis 1790 löste der Klassizismus das verspielte Rokoko ab. Man besann sich wieder auf die Formenwelt der Antike – Ordnung, Symmetrie und edle Zurückhaltung.
Typische Merkmale
- Gerade Linien: klare, ruhige Geometrie statt geschwungener Formen.
- Kannelierte Beine: gerade, konisch zulaufende Beine mit Längsrillen.
- Antike Ornamente: Girlanden, Rosetten, Mäander, Lorbeer und Vasen.
- Symmetrie: ausgewogener, strenger Aufbau.
- Feine Marketerie: elegante Einlegearbeiten auf edlen Hölzern.
Die wichtigsten Möbel
Typisch sind zierliche Kommoden, Beistelltische, Sekretäre und Sitzmöbel mit geraden, kannelierten Beinen und feiner Verzierung.
Original oder Nachbildung?
- Marketerie: hochwertige, handgelegte Einlegearbeit.
- Konstruktion: massiver Korpus, sauber gearbeitete Beine und Zargen.
- Patina: gewachsene Oberfläche und originale Beschläge.
Was ist Louis XVI wert?
Feine Originale und gute Marketeriearbeiten sind gesucht; Zustand, Qualität, Holz und Herkunft bestimmen den Preis. Spätere Nachbildungen im Louis-XVI-Stil sind günstiger.
Häufige Fragen
Wann war der Louis-XVI-Stil?
Etwa 1760 bis 1790, der frühe Klassizismus.
Woran erkenne ich ihn am schnellsten?
An geraden, kannelierten Beinen und antiken Ornamenten wie Girlanden und Rosetten.
Wie unterscheidet er sich vom Rokoko?
Louis XVI ist gerade und symmetrisch, Rokoko geschwungen und asymmetrisch.
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