Rokoko erkennen – Merkmale, Zeit und Wert

Rokoko-Kommode mit geschwungenen Formen

Das Rokoko ist die verspielteste aller Möbelepochen: leicht, geschwungen und asymmetrisch. So erkennen Sie echte Rokoko-Stücke und ordnen sie richtig ein.

Was ist Rokoko?

Das Rokoko blühte etwa von 1720 bis 1780 und löste den strengen Barock ab. In Frankreich wird es mit Louis XV verbunden. Statt Wucht standen nun Leichtigkeit, Eleganz und heitere Verspieltheit im Vordergrund.

Typische Merkmale

  • Asymmetrie: bewusst ungleiche, bewegte Formen.
  • Rocaille: Muschel- und Wellenornamente als namensgebendes Motiv.
  • C- und S-Schwünge: geschwungene Linien an Beinen, Zargen und Lehnen.
  • Zierlichkeit: feinere, leichtere Proportionen als im Barock.
  • Helle Töne und Vergoldung: lackierte Flächen, Gold und Chinoiserie-Motive.

Die wichtigsten Rokoko-Möbel

Typisch sind die geschwungene Kommode, bequeme Sitzmöbel wie Bergère und Fauteuil mit Cabriole-Beinen, zierliche Konsoltische und aufwendige Spiegelrahmen.

Original oder Nachbildung?

  • Handschnitzerei: lebendige, feine Rocaille-Schnitzereien.
  • Konstruktion: geschwungene Massivholzteile, handwerklich sauber verbunden.
  • Patina: gealterte Vergoldung und Lackflächen, stimmige Gebrauchsspuren.

Was ist Rokoko wert?

Feine, gut erhaltene Originale erzielen höhere Preise; entscheidend sind Qualität der Schnitzerei, Zustand, Originalität und Herkunft. Spätere Neurokoko-Stücke des 19. Jahrhunderts sind meist günstiger.

Häufige Fragen

Wann war das Rokoko?

Etwa 1720 bis 1780, zwischen Barock und Klassizismus.

Was ist eine Rocaille?

Ein asymmetrisches Muschel- und Wellenornament – das typische Rokoko-Motiv.

Wie unterscheidet sich Rokoko vom Barock?

Rokoko ist leichter, zierlicher und asymmetrisch, Barock wuchtiger und symmetrischer.

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