Silberpunzen verraten viel über ein Objekt: Feingehalt, Herkunft und oft den Hersteller. Wer die wichtigsten Stempel kennt, unterscheidet massives Silber von versilberter Ware und schätzt den Wert richtig ein.
Feingehalt: 800, 835, 925
Die dreistellige Zahl gibt den Silberanteil in Tausendteilen an. 925 steht für Sterlingsilber, 835 und 800 sind im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Auch 900 oder 750 kommen vor. Je höher die Zahl, desto höher der Silberanteil.
Halbmond und Krone
In Deutschland gilt seit 1888 die Reichspunze: Halbmond und Krone zusammen mit der Feingehaltszahl kennzeichnen massives Silber. Dazu kommt oft eine Hersteller- oder Meistermarke.
Massiv oder versilbert?
Vorsicht bei Zahlen wie 90 oder 100: Sie bezeichnen keine Feinheit, sondern die Auflage bei versilberter Ware (galvanische Versilberung, etwa mit Kürzeln wie „Alpacca“ oder „EPNS“). Massives Silber trägt dagegen 800, 835 oder 925.
Ländermarken kurz erklärt
Andere Länder nutzen eigene Systeme: Großbritannien mit ausführlichen „Hallmarks“, Frankreich mit dem Minerva-Kopf. Ein Blick auf die Stempelfolge hilft bei der Zuordnung.
Was bestimmt den Wert?
Gewicht und Feingehalt bilden den Materialwert; darüber hinaus zählen Hersteller, Alter, Erhaltung und die Qualität der Arbeit. Signierte Stücke bekannter Manufakturen liegen deutlich höher.
Häufige Fragen
Was bedeutet 835 bei Silber?
835 von 1000 Teilen sind reines Silber – ein gängiger Feingehalt.
Ist 90 auch Silber?
Nein, 90 steht meist für versilberte Ware (Auflage), nicht für massives Silber.
Was heißt Halbmond und Krone?
Die deutsche Reichspunze für massives Silber ab 1888.
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